Aktuell

Schutz des Wattenmeeres

Wadden Sea Flyway Initiative

5. Februar 2014
Deutschland, Dänemark und Niederlande treiben den Schutz des Wattenmeeres voran

Deutschland, Dänemark und die Niederlande haben sich auf zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des Wattenmeeres geeinigt. Bei der zwölften trilateralen Regierungskonferenz im dänischen Tønder verständigten sich die Delegierten unter anderem auf einen besseren Schutz des ostatlantischen Vogelzugweges und auf eine gemeinsame Tourismus-Strategie.

„Das Wattenmeer ist ein weltweit einzigartiger Naturraum und ist zu Recht Weltnaturerbe. Damit haben wir auch eine globale Verantwortung, nicht zuletzt für die Millionen Vögel, die das Wattenmeer jedes Jahr als Raststätte nutzen. Als Wattenmeer-Anrainer wollen wir daher gemeinsam mit unseren afrikanischen Partnern daran arbeiten, die Vögel auf ihrem gesamten Zugweg zu schützen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, die die deutsche Delegation angeführt hat.

Im Rahmen der Konferenz unterzeichneten Vertreter und Vertreterinnen von Nationalparkverwaltungen, Naturschutzverbänden sowie international arbeitenden Organisationen ein gemeinsames Leitbild für den Schutz der Zugvögel auf dem ost-atlantischen Vogelzugweg. Mit der Weltnaturerbestätte Banc d’Arguin in Mauretanien wurde eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit geschlossen. Das Wattenmeer ist Drehscheibe im ostatlantischen Vogelzugweg. Jährlich rasten hier 10-12 Millionen Zugvögel, bevor sie weiter in Richtung Norden zum Brüten oder in den Süden zum Überwintern fliegen.

Die Tourismusstrategie wurde von Vertretern von Naturschutz- und Tourismusverbänden sowie von Bund und Ländern erarbeitet. Erstmals werden drei Länder gemeinsam naturverträglichen Tourismus unter dem Dach des „Weltnaturerbe“ entwickeln. Dazu gehören Partnerschaften mit Hotels und Gaststätten, umweltverträglicher Verkehr und grenzüberschreitende Umweltbildung.

Das niederländisch-deutsche Wattenmeer wurde von der UNESCO 2009 in die Welterbeliste aufgenommen. Deutschland, Dänemark und die Niederlande setzen sich nun bei der UNESCO für eine Erweiterung um den dänischen Teil ein. Die drei Staaten arbeiten seit mehr als 35 Jahren zum Schutz des Wattenmeeres zusammen. Die Präsidentschaft der Wattenmeerzusammenarbeit geht mit dem Abschluss der Konferenz in Tønder von Dänemark an die Niederlande über.

 

Helmut Debelius hat uns gebeten, die gerade erschienene App "Fischführer Indischer Ozean & Rotes Meer" anzukündigen. Die App ist für das iPad entwickelt, aber es wird auch in Kürze eine Version für Android-Tablets geben. 

 

Die App umfasst die Fischarten, die in Helmuts bekannten Bestimmungsbüchern mehr dazu ...

Vermüllung der Meere stoppen

Berlin, 12.04.2013

Regionale Aktionspläne für Europas Meere geplant

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat heute zu verstärkten Anstrengungen gegen die Vermüllung der Meere aufgerufen. „Müllteppiche unvorstellbaren Ausmaßes auf den Ozeanen sind ein klarer Beweis dafür, dass wir diese Bedrohung bisher nicht ernst genug genommen haben. Die Vermüllung der Meere ist weltweit ein drängendes Problem, dem wir unsere ganze Aufmerksamkeit im internationalen Meeresschutz widmen müssen“, sagte der Bundesumweltminister zum Abschluss einer internationalen Fachkonferenz zum Thema Meeresmüll in Berlin.

Jährlich landen etwa 6,4 Millionen Tonnen Plastikabfälle im Meer. Rechnerisch treiben mittlerweile rund 13.000 Plastikmüll-Teile auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. Um in Deutschland und der EU bis zum Jahr 2020 einen ‚guten Umweltzustand‘ der Meere zu erreichen, müssen in allererster Linie weitere Mülleinträge in die Meere verhindert werden.

Ziel der Konferenz war deshalb, den Startschuss zur Entwicklung regionaler Aktionspläne für die europäischen Meeresregionen zur Verhinderung weiterer Mülleinträge in die Meere zu geben. Im Vordergrund stehen dabei auch Maßnahmen zur Verbesserung der Abfallwirtschaft sowie zu Getrenntsammlung und Recycling, denn 80 Prozent des Meeresmülls stammen nicht von Schiffen, sondern von Land.

An der dreitägigen Konferenz, die von Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und der EU-Kommission veranstaltet wurde, nahmen rund 200 internationale Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft sowie Umwelt- und Industrieverbände teil.

 

Projekt "Mehr! Wasser"

zur Förderung der "Wasser-Trinkkultur" an Grundschulen und für die Sekundarstufe I in Schleswig-Holstein.

Die Initative "Mehr!Wasser! Netzwerk Ernährung möchte das Trinken von Wasser als Getränk in Schleswig-Holstein fördern. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme fördert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit von Schülerin und Schülerinnen. Die Konzentrationsfähigkeit, Aufnahme und Verarbeitung von Wissen wird positiv beeinflusst. Die Förderung einer Tinkkultur für Wasser an Schulen ist gleichzeitig eine Präventionsmaßnahme zur Vermeidung von Übergewicht. Das Thema "Wasser - eine natürliche Ressource" ist für eine - fächerübergreifende - Unterrichts- und / oder Projektplanung sehr gut geeignet, die Bedeutung dieses natürlichen Mediums vielfältig erlebbar zu machen, die Umsetzung einer Schulstrategie Mehr!Wasser zu fördern und nachhaltig im Bewusstsein und im Verhalten der Zielgruppe zu verankern.

Das Konzept stellt einen Rahmen dar, in dem interessierte Schulen ihre eigene Strategie, je nach den individuellen Gegebenheiten entwickeln können. Die Umsetzung erfolgt in Phasen, die sich je nach Einrichtung unterschiedlich entwickeln werden:

Phase 1: Beratung interessierter Einrichtungen zum Projekt "Mehr!Wasser"

Phase 2: Beratung und Begleitung der Schule bei der Entwicklung einer schuleigenen Strategie

Phase 3: Beratung und Begleitung bei der Umsetzung der Strategie

Phase 4: Erfahrungsaustausch und Auswertung des Prozesses mit dem Ziel der Verselbständigung als dauerhaftes Angebot

Referenten: Diplom-Ökotrophlogin

Nähere Informationen zur Initiative"Mehr!Wasser" erhalten Sie über die Landesvereinigung für Gesundheitsföderung in Schleswig-Holstein e.V. .

Kurzbeschreibung und beziehbare Poster finden Sie hier:

 
 
 

Mitteilung zum Wasser Portal

Tag des Wasser

Tag des Wassers 2013: "Wasser und Zusammenarbeit"

Bonn, 19.03.2013. Auf dem neuen Deutschen Wasser Serviceportal – unter www.tag-des-wassers.com – finden sich Informationen und Links zum Thema Wasser sowie Veranstaltungen und Aktionen zum Tag des Wassers am 22. März 2013 wie Ausstellungen, Führungen und Besichtigungen von Staudämmen und Anlagen zur Wasseraufbereitung.

Das Motto zum Tag des Wassers 2013 ist "Year of water cooperation". Der Tag des Wassers, der insbesondere die breite Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinweist, wird jährlich am 22. März begangen. Es gibt den Weltwassertag bereits seit 1993. Er ist ein Ergebnis der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 jährlich aufgrund einer Resolution der UN-Generalversammlung gefeiert.

Auf dem Wasser Portal werden vielfältige Informationen rund um das Wasser geboten - ob über Wasser als Zukunftsressource, die Weltmeere, über den Wasserverbrauch oder Experimente mit Wasser und aktuelle UNICEF Deutschland Projekte wie „Wasser wirkt“ für das Kinderrecht auf Wasser.

Kontakt:
Haus für Kommunikation, Egbert Roggentin, Rochusstr. 217, 53123 Bonn

info@haus-fuer-kommunikation.de
0228 227 88 66

 

Wasser weltweit effizienter nutzen

Roland Bernecker

Mittwoch, den 20. März 2013

weltwasserjahr2013 Bonn. - In vielen Weltregionen zeichnet sich eine ernste Wasserkrise ab. Um diese Krise zu lösen, braucht es in allen Staaten mehr Zusammenarbeit zwischen den oft getrennten Politikfeldern Wasser, Energie und Landwirtschaft. Zugleich müssen die Staaten international enger zusammenarbeiten. Darauf macht die Deutsche UNESCO-Kommission zum Weltwassertag am 22. März aufmerksam.

Unter knappen Wasserressourcen leiden bereits heute der Nahe Osten, Nordafrika, Zentralasien, Teile Chinas und Indiens und der Südwesten der USA. Die Ursachen sind vielfältig: Falsche politische Prioritäten, mangelnde Durchsetzung bestehender Gesetze, keine Vereinbarungen mit Anrainern, defekte Leitungen und fehlendes technisches Wissen.

UN-Studien zufolge wird der globale Wasserverbrauch weiter ansteigen, auch weil bis 2050 die Weltbevölkerung von heute sieben auf neun Milliarden Menschen wächst. Derzeit haben rund 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, mehr als 2,5 Milliarden Menschen haben nicht einmal einfache sanitäre Anlagen. Neben dem Bevölkerungswachstum und den veränderten Konsummustern tragen auch eine ineffiziente Landwirtschaft, die Klimaerwärmung und Energieversorgung zur Wasserknappheit bei.

"Wasser gibt es weltweit genug. Es ist jedoch ungleich verteilt. Oft wird Wasser auch gedankenlos verschwendet, weil es vielerorts nur wenig kostet. Internationale Zusammenarbeit ist für eine faire Wassernutzung und die Verhinderung von Konflikten der beste Weg", sagt Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Um die Zusammenarbeit weltweit zu fördern, haben die Vereinten Nationen 2013 zum "Jahr der Wasserkooperation" erklärt, das die UNESCO als federführende Organisation koordiniert.

Weltweit gibt es 276 grenzüberschreitende Flüsse, in deren Einzugsgebiet mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Für die Hälfte dieser Flüsse gibt es bislang keine internationalen Vereinbarungen zur Bewirtschaftung. Wichtige Flüsse wie der Colorado in den USA, der Gelbe Fluss in China oder der Rio Grande in Mexiko erreichen das Meer oft nur noch als Rinnsal, weil ihnen immer wieder zu viel Wasser entnommen wird. Auch die 273 grenzüberschreitenden Grundwasserspeicher werden meist ohne Absprachen mit den Anrainern genutzt.

Dass es künftig Kriege um Wasser geben wird, so die UNESCO-Kommission, sei nicht ausgeschlossen, aber aufgrund historischer Analysen eher unwahrscheinlich. Der letzte "echte" Wasserkrieg liege rund 4.500 Jahre zurück. Damals kämpften die Stadtstaaten Lagasch und Umma im heutigen Irak um Wasser. Seit 1953 ist es in 44 Fällen zu Streit um Wasser gekommen, meist in der wasserarmen Region Nahost. Zwar können schwelende Konflikte um Wasser jederzeit eskalieren, gewaltsame Auseinandersetzungen sind Wissenschaftlern zufolge aber weder strategisch noch wirtschaftlich sinnvoll.

 

virtuelles Wasser

Im Umweltzentrum Fulda wurde die vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Wanderausstellung „Virtuelles Wasser“ der Öffentlichkeit übergeben.

Der Fokus wird auf die gemeinsame Nutzung von Wasserressourcen und Kooperationen, aber auch auf Konflikte gelenkt. Wasser kennt keine Grenzen. 276 Flüsse der Welt überschreiten Ländergrenzen. Unser Konsumverhalten, wie etwa der immer noch steigende Fleischkonsum, führt dazu, dass die Trinkwasservorräte trockener Regionen rasant schnell zur Neige gehen. Nach Schätzungen wird der Fleischkonsum von 37 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2000 auf 52 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2030 ansteigen. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch sind im globalen Durchschnitt 14.000 Liter Wasser nötig.

Die Ausstellung kann von Initiativen, Institutionen und Unternehmen für eigene Aktionen entliehen und genutzt werden und dient der Information und Bewusstseinsbildung einer breiten Öffentlichkeit. Weiter Informationen finden sie unter: www.umweltzentrum-fulda.de.

 

Privatisierung von Wasser Entscheidung in Brüssel

4. März 2013 Bundestag: Über Privatisierung von Wasser entscheidet Brüssel

Mit mehreren Anträgen wollte die Opposition die Bundesregierung dazu bringen, die EU-Pläne zur Privatisierung der Wasserversorgung zu stoppen. CDU, CSU und FDP lehnten diese jedoch ab. Der Fall zeigt die schleichende Verlagerung der politischen Entscheidungen von den nationalen Parlamenten nach Brüssel.

Die EU-Bürgerinitiative „Right to Water“ hat bereits mehr als 1,2 Millionen Unterschriften gesammelt, um die von der EU geplante Privatisierung der Wasserversorgung aufzuhalten (hier). Vergangene Woche versuchte nun die Opposition im Deutschen Bundestag, die Bundesregierung dazu zu bewegen, die entsprechenden Pläne der EU-Kommission zu stoppen. Die Bundesregierung ließ jedoch alle drei Anträge der Oppositionsparteien scheitern.

So lehnte beispielsweise die Bundesregierung mehrheitlich den Antrag der Grünen, „Keine Privatisierung der Wasserversorgung“ mit 291 Stimmen ab. Dafür stimmten SPD, Linke und Grüne. Der Antrag der Linken hingegen wurde nicht nur von der CDU, der CSU und der FDP abgelehnt, hier enthielt sich sogar fast die gesamte SPD (zur Abstimmung – hier).

Die Abgeordneten der Bundesregierung bezeichneten die Anträge der Opposition als reinen Populismus. „Hier läuft eine Kampagne, in der mit Unwahrheiten und Irreführungen die Ängste der Bürgerinnen und Bürger geschürt werden sollen”, sagte Hans-Joachim Otto (FDP), der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Die CSU-Abgeordnete Ulrich Lange kritisierte zwar, dass die EU-Kommission keinen Regelungsbedarf bei der kommunalen Aufgabe der Wasserversorgung sehe und die Union die Richtlinie kippen bzw. die Wasserversorgung herausnehmen wolle, letztlich stimmte aber auch er gegen die vorgebrachten Anträge.

Es ist zwar grundsätzlich üblich, dass die Regierung Anträge der Opposition im Bundestag ablehnt. Der vorliegende Fall zeigt jedoch beispielhaft, wie Entscheidungen still und leise vom Deutschen Bundestag nach Brüssel delegiert werden, wo in Hinterzimmern entscheiden wird. Denn die EU hat nach dem ersten Protest-Ansturm zwar angekündigt, die Privatisierung des Wassers nicht mehr weiterverfolgen zu wollen. Doch dies war eine rein politische Absichtserklärung. Man möchte eigentlich annehmen, dass die Entscheidung über eine solch zentrale gesellschaftspolitische Frage für Deutschland im Bundestag getroffen wird.

Das nationale Parlament spielt hier jedoch, wie schon beim ESM, eher eine dekorative Rolle: Die Abgeordneten werden absegnen, was auf EU-Ebene ausverhandelt wurde. In der Regel sind die Vorlagen zu solchen Entscheidungen so gehalten, dass die Abgeordneten die Materie entweder nicht durchschauen, oder aber wegen zahlreicher Nebenabsprachen keine Möglichkeit haben, eine wirksame politische Entscheidung zu treffen.

Trinkwasser überwiegend aus Grundwasser

Statistisches Bundesamt
5. Februar 2013
Trinkwasser wird überwiegend aus Grundwasser gewonnen

WIESBADEN – Im Jahr 2010 haben die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland etwa 5 Milliarden Kubikmeter Wasser gewonnen, von denen knapp 3,6 Milliarden Kubikmeter an Haushalte und Kleingewerbe abgegeben wurden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, handelte es sich bei dem gewonnenen Wasser überwiegend um Grund- und Quellwasser (70 %). 30 % der Trinkwasserversorgung erfolgte mit Oberflächenwasser. Dazu zählen See- und Talsperrenwasser (12 %), angereichertes Grundwasser (9 %) und Uferfiltrat (8 %). Äußerst geringe Bedeutung hatte Flusswasser mit einem Anteil von 1 %.

Regional variierte die Herkunft des Wassers für die öffentliche Trinkwasserversorgung stark. In Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und dem Saarland erfolgte fast die gesamte öffentliche Trinkwasserversorgung mit Grund- und Quellwasser. In Sachsen hingegen trug Oberflächenwasser, das in diesem Bundesland größtenteils aus Seen und Talsperren stammt, mit 73 % zum gewonnenen Wasser bei. Diese und weitere detaillierte Informationen über die Situation der öffentlichen Wassergewinnung und Wasserverwendung finden sich in der Fachserie 19, Reihe 2.1.1 „Öffentliche Wasserversorgung 2010“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de >Publikationen >Thematische Veröffentlichungen >Umwelt >Umweltstatistische Erhebungen.

Umweltpreis 2013 der Bayerischen Landesstiftung

Die Bayerische Landesstiftung vergibt auch 2013 den Bayerischen Umweltpreis. Mit der Ausschreibung ist das Landesamt für Umwelt (LfU) betraut. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2013.

Hintergrund
Der Bayerische Umweltpreis wird seit 1985 für praktische oder wissenschaftliche Leistungen vergeben, die in besonderem Maße zur Erhaltung und Verbesserung der Umwelt beigetragen und einen engen Bezug zu Bayern haben. Dazu zählen innovative Projekte im technischen Umweltschutz, also z. B. in der Abfallwirtschaft, der Wassereinhaltung oder im Lärmschutz. Auch wer im Naturschutz oder in der Umweltbildung neue Wege geht, kann sich um den Preis bewerben. Ebenso in Frage kommen Leisungen mit Bezug zum Klimaschutz, im Bereich des ökologisch nachhaltigen Wirtschaftens oder im Umweltmanagement. Privates ehrenamtliches Engagement für die Umwelt findet hier eine besondere Beachtung. Der Preis wird Ende des Jahres vom Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen.

Teilnehmerkreis
Der Bayerische Umweltpreis kann an Einzelpersonen oder an Gruppen, unabhängig von der Rechtsform vergeben werden. mehr ...

Verordnung über die Qualität von Wasser

Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de

Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001)

Ausfertigungsdatum: 21.05.2001

Vollzitat: "Trinkwasserverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. November 2011 (BGBl. I S. 2370), die durch Artikel 2 Absatz 19 des Gesetzes vom 22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 3044) geändert worden ist"

Stand: Neugefasst durch Bek. v. 28.11.2011 I 2370

Geändert durch Art. 2 Abs. 19 G v. 22.12.2011 I 3044

Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 98/83/EG des Rates über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch vom 3. November 1998 (ABl. EG Nr. L 330 S. 32).

1. Abschnitt
Allgemeine Vorschriften
§ 1 Zweck der Verordnung
Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit nach Maßgabe der folgenden Vorschriften zu schützen.

§ 2 Anwendungsbereich
(1) Diese Verordnung regelt die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, im Folgenden als Trinkwasser bezeichnet. Sie gilt nicht für

1. natürliches Mineralwasser im Sinne des § 2 der Mineral- und Tafelwasserverordnung,
2. Heilwasser im Sinne des § 2 Absatz 1 des Arzneimittelgesetzes,
3. Schwimm- und Badebeckenwasser,
4. Wasser, das sich in wasserführenden, an die Trinkwasser-Installation angeschlossenen Apparaten befindet, die

a) entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht Teil der Trinkwasser-Installation entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik sind und

b) mit einer den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Sicherungseinrichtung ausgerüstet sein müssen,und das sich hinter einer Sicherungseinrichtung nach Buchstabe b befindet.
(2) Für Anlagen und Wasser aus Anlagen, die zur Entnahme oder Abgabe von Wasser bestimmt sind, das nicht die Qualität von Trinkwasser hat, und die zusätzlich zu den Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Nummer 2 installiert werden können, gilt diese Verordnung nur, soweit sie darauf ausdrücklich Bezug nimmt.

§ 3 Begriffsbestimmungen
(1) Im Sinne dieser Verordnung
1. ist „Trinkwasser“ für jeden Aggregatzustand des Wassers und ungeachtet dessen, ob es für die Bereitstellung auf Leitungswegen, in Wassertransport-Fahrzeugen oder verschlossenen Behältnissen bestimmt ist,

a) alles Wasser, im ursprünglichen Zustand oder nach Aufbereitung, das zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken oder insbesondere zu den folgenden anderen häuslichen zwecken bestimmt ist:

aa) Körperpflege und -reinigung,

bb) Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen,

cc) Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen,

b) alles Wasser, das in einem Lebensmittelbetrieb verwendet wird für die Herstellung, Behandlung, Konservierung oder zum Inverkehrbringen von Erzeugnissen oder Substanzen, die für den menschlichen Gebrauch bestimmt sind, sofern die zuständige Behörde auf Grund eines Ausnahmetatbestands nach § 18 Absatz 1 Satz 3 nichts Gegenteiliges festlegt;

2. sind „Wasserversorgungsanlagen“

a) Anlagen einschließlich des dazugehörenden Leitungsnetzes, aus denen pro Tag mindestens 10 Kubikmeter Trinkwasser entnommen oder auf festen Leitungswegen an Zwischenabnehmer geliefert werden oder aus denen auf festen Leitungswegen Trinkwasser an mindestens 50 Personen abgegeben wird (zentrale Wasserwerke);

b) Anlagen einschließlich des dazugehörigen Leitungsnetzes, aus denen pro Tag weniger als 10 Kubikmeter Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit genutzt und an weniger als 50 Personen abgegeben werden (dezentrale kleine Wasserwerke);

c) Anlagen einschließlich der dazugehörigen Trinkwasser-Installation, aus denen pro Tag weniger als 10 Kubikmeter Trinkwasser zur eigenen Nutzung entnommen werden (Kleinanlagen zur Eigenversorgung);

d) Anlagen an Bord von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen und andere mobile Versorgungsanlagen einschließlich aller Rohrleitungen, Armaturen, Apparate sowie der Trinkwasservorratsbehälter (Wasserspeicher), die sich zwischen dem Punkt der Übernahme von Trinkwasser aus einer Anlage nach Buchstabe a, b oder Buchstabe f und dem Punkt der Entnahme des Trinkwassers befinden; bei an Bord betriebener Wassergewinnungsanlage ist diese ebenfalls mit eingeschlossen (mobile Versorgungsanlagen);

e) Anlagen der Trinkwasser-Installation, aus denen Trinkwasser aus einer Anlage nach Buchstabe a oder Buchstabe b an Verbraucher abgegeben wird (ständige Wasserverteilung);

f) Anlagen, aus denen Trinkwasser entnommen oder an Verbraucher abgegeben wird und die zeitweilig betrieben werden oder zeitweilig an eine Anlage nach Buchstabe a, b oder Buchstabe e angeschlossen sind (zeitweise Wasserverteilung);

3. ist „Trinkwasser-Installation“ die Gesamtheit der Rohrleitungen, Armaturen und Apparate, die sich zwischen dem Punkt des Übergangs von Trinkwasser aus einer Wasserversorgungsanlage an den Nutzer und dem Punkt der Entnahme von Trinkwasser befinden;

4. ist „Wasserversorgungsgebiet“ ein geografisch definiertes Gebiet, in dem das an Verbraucher oder an Zwischenabnehmer abgegebene Trinkwasser aus einem oder mehreren Wasservorkommen stammt, und in dem die erwartbare Trinkwasserqualität als nahezu einheitlich angesehen werden kann;

5. ist „Gesundheitsamt“ die nach Landesrecht für die Durchführung dieser Verordnung bestimmte und mit einem Amtsarzt besetzte Behörde;

6. ist „zuständige Behörde“ die von den Ländern auf Grund Landesrechts durch Rechtssatz bestimmte Behörde;

7. ist „Rohwasser“ Wasser, das mit einer Wassergewinnungsanlage der Ressource entnommen und unmittelbar zu Trinkwasser aufbereitet oder ohne Aufbereitung als Trinkwasser verteilt werden soll;

8. sind „Aufbereitungsstoffe“ alle Stoffe, die bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers bis zur Entnahmestelle eingesetzt werden und durch die sich die Zusammensetzung des entnommenen Trinkwassers verändern kann;

9. ist „technischer Maßnahmenwert“ ein Wert, bei dessen Erreichen oder Überschreitung eine von der Trinkwasser-Installation ausgehende vermeidbare Gesundheitsgefährdung zu besorgen ist und Maßnahmen zur hygienisch-technischen Überprüfung der Trinkwasser-Installation im Sinne einer Gefährdungsanalyse eingeleitet werden;

10. ist „gewerbliche Tätigkeit“ die unmittelbare oder mittelbare, zielgerichtete rinkwasserbereitstellung im Rahmen einer selbstständigen, regelmäßigen und in Gewinnerzielungsabsicht ausgeübten Tätigkeit;

11. ist „öffentliche Tätigkeit“ die Trinkwasserbereitstellung für einen unbestimmten, wechselnden und nicht durch persönliche Beziehungen verbundenen Personenkreis.
(2) Die durch diese Verordnung oder auf Grund dieser Verordnung festgelegten Werte, die einzuhalten sind, berücksichtigen die Messunsicherheiten der Analyse- und Probennahmeverfahren.

2. Abschnitt
Beschaffenheit des Trinkwassers

§ 4 Allgemeine Anforderungen
(1) Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung
der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein. Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn bei der Wasseraufbereitung und der Wasserverteilung mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und das Trinkwasser den Anforderungen der §§ 5 bis 7 entspricht.

(2) Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage dürfen Wasser, das den Anforderungen des § 5 Absatz 1 bis 3, des § 6 Absatz 1 und 2 oder den nach § 9 Absatz 5 und 6 geduldeten oder § 10 Absatz 1, 2, 5 und 6 zugelassenen Abweichungen von den in Anlage 2 festgelegten Grenzwerten nicht entspricht, nicht als Trinkwasser abgeben und anderen nicht zur Verfügung stellen.

(3) Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage dürfen Wasser, das den Anforderungen des § 7 oder den nach § 9 Absatz 5 und 6 geduldeten Abweichungen von den in Anlage 3 festgelegten Grenzwerten nicht entspricht, nicht als Trinkwasser abgeben und anderen nicht zur Verfügung stellen.

§ 5 Mikrobiologische Anforderungen
(1) Im Trinkwasser dürfen Krankheitserreger im Sinne des § 2 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes, die durch Wasser übertragen werden können, nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen.

(2) Im Trinkwasser dürfen die in Anlage 1 Teil I festgelegten Grenzwerte für mikrobiologische Parameter nicht überschritten werden.

(3) Im Trinkwasser, das zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen bestimmt ist, dürfen die in Anlage 1 Teil II festgelegten Grenzwerte für mikrobiologische Parameter nicht überschritten werden.

(4) Konzentrationen von Mikroorganismen, die das Trinkwasser verunreinigen oder seine Beschaffenheit
nachteilig beeinflussen können, sollen so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung von Einzelfällen möglich ist.

(5) Soweit der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungs- oder Wassergewinnungsanlage oder ein von ihnen Beauftragter hinsichtlich mikrobieller Belastungen des Rohwassers Tatsachen feststellen, die zum Auftreten einer übertragbaren Krankheit im Sinne des § 2 Nummer 3 des Infektionsschutzgesetzes führen können, oder annehmen, dass solche Tatsachen vorliegen, muss eine Aufbereitung, erforderlichenfalls unter Einschluss einer Desinfektion, nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unter Beachtung von § 6 Absatz 3 erfolgen. In Leitungsnetzen oder Teilen davon, in denen die Anforderungen nach Absatz 1 oder 2 nur durch Desinfektion eingehalten werden können, müssen der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer
Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a und b, oder, sofern die Trinkwasserbereitstellung im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit erfolgt, nach Buchstabe d oder Buchstabe f eine hinreichende Desinfektionskapazität durch freies Chlor, Chlordioxid oder andere geeignete Desinfektionsmittel oder -verfahren, die gemäß § 11 in einer Liste des Umweltbundesamtes aufgeführt sind, vorhalten.

§ 6 Chemische Anforderungen
(1) Im Trinkwasser dürfen chemische Stoffe nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen.

(2) Im Trinkwasser dürfen die in Anlage 2 festgesetzten Grenzwerte für chemische Parameter nicht überschritten werden. Die laufende Nummer 4 der Anlage 2 Teil II ist ab dem 1. Dezember 2013 anzuwenden; bis zum 30. November 2013 gilt der Grenzwert von 0,025 Milligramm pro Liter.

(3) Konzentrationen von chemischen Stoffen, die das Trinkwasser verunreinigen oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen können, sollen so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung von Einzelfällen möglich ist.

§ 7 Indikatorparameter
(1) Im Trinkwasser müssen die in Anlage 3 festgelegten Grenzwerte und Anforderungen für Indikatorparameter eingehalten sein.

(2) Im Trinkwasser, das zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen bestimmt ist, darf der in Anlage 3 Teil I laufende Nummer 5 festgelegte Grenzwert nicht überschritten werden.

§ 8 Stelle der Einhaltung
Die nach § 5 Absatz 2 und 3 sowie § 6 Absatz 2 festgelegten Grenzwerte sowie die nach § 7 festgelegten Grenzwerte und Anforderungen gelten

1. bei Trinkwasser, das auf Grundstücken oder in Gebäuden und Einrichtungen oder in Land-, Wasser- oder Luftfahrzeugen auf Leitungswegen bereitgestellt wird, am Austritt aus denjenigen Zapfstellen, die sich in einer Trinkwasser-Installation befinden und die der Entnahme von Trinkwasser dienen,

2. bei Trinkwasser in einem an die Trinkwasser-Installation angeschlossenen Apparat, der entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht Teil der Trinkwasser-Installation ist, an der nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik notwendigen Sicherungseinrichtung,

3. bei Trinkwasser aus Wassertransport-Fahrzeugen an der Entnahmestelle am Fahrzeug,

4. bei Trinkwasser, das zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen bestimmt ist, am Punkt der Abfüllung.

§ 9 Maßnahmen im Falle der Nichteinhaltung von Grenzwerten, der Nichterfüllung
von Anforderungen sowie des Erreichens oder der Überschreitung von technischen Maßnahmenwerten
(1) Wird dem Gesundheitsamt bekannt, dass in einem Wasserversorgungsgebiet die in den §§ 5 bis 7 in Verbindung mit den Anlagen 1 bis 3 festgelegten Grenzwerte nicht eingehalten oder die Anforderungen nicht erfüllt sind, hat es unverzüglich zu entscheiden, ob dadurch die Gesundheit der betroffenen Verbraucher gefährdet ist und ob die betroffene Wasserversorgungsanlage oder Teile davon bis auf Weiteres weiterbetrieben werden können.

Fußnote
(+++ Textnachweis ab: 1.1.2003 +++)
(+++ Amtliche Hinweise des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EGRL 83/98 (CELEX Nr: 398L0083) +++)
Die V wurde als Artikel 1 d. V v. 21.5.2001 I 959 vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Sie tritt gem. Art. 3 Satz 1 dieser V mWv 1.1.2003 in Kraft.

Wasser Berlin International 2013:

Internationale Diskussion über Wasser-Ressourcen-Management muss regionale Strukturen beachten

Konsequente Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie erforderlich

Weltweit wird in Folge des globalen Bevölkerungswachstums und der in vielen Regionen der Erde massiven Übernutzung der natürlichen Ressourcen über Strategien für einen sparsamen und effizienten Wassergebrauch diskutiert. Auch in Europa rückt dieses Thema immer stärker in den Blickpunkt. "Bei allen diesen Diskussionen müssen die konkreten regionalen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Eine für alle Weltregionen allgemeingültige Strategie für die Ressource Wasser kann es nicht geben, da es vor Ort erhebliche Unterschiede in der Bewirtschaftung, der Ressourcensituation und der klimatischen Verhältnisse gibt. Eine Wasserspar-Strategie, die alle Staaten pauschal über einen Kamm scheren würde, würde daher zu kurz greifen", sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich der heute beginnenden Messe "Wasser Berlin International". Auf der Messe werden auch Konzepte für ein integriertes Ressourcenmanagement und Maßnahmen gegen die Folgen des weltweiten Klimawandels mit Blick auf die Ressource Wasser diskutiert.

Eine Mangelsituation in Südeuropa lasse sich nicht mit dem 'Wasserreichtum' in Deutschland vergleichen, so Weyand. Das Ziel, Wasser zu sparen, würde hierzulande genau das Gegenteil bewirken: Der Rückgang des Wassergebrauchs in Deutschland bedeute schon jetzt höhere Kosten. Die Versorgungsunternehmen seien vielerorts gezwungen, die Abwasser- und Kanalisationsleitungen mit Frischwasser zu spülen, weil schon heute zu wenig Wasser durch sie hindurch laufe. Hinzu kämen Kosten für Desinfektionsmaßnahmen. "Dieser Effekt wird auch noch durch den demografischen Wandel verstärkt", erläuterte Weyand.

"Großen Handlungsbedarf sehen wir insbesondere bei der konsequenten EU-weiten Umsetzung des in der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verankerten Verursacherprinzips sowie bei der Bekämpfung von Gewässerverunreinigungen aus der Landwirtschaft bzw. aus diffusen Quellen. Die Wasserwirtschaft fordert deshalb, dass die Umsetzung der neuen 'Gemeinsamen Agrarpolitik' der EU stärker an den Bedürfnissen des Gewässerschutzes ausrichten muss und die EU-Nitratrichtlinie überarbeitet werden sollte", so Weyand.