Wasser weltweit

Verfügbarkeit und Verbrauch

Foto: Thomas Koch

Wasser weltweit

(aid) - Auf den ersten Blick bietet die Erde Wasser in Hülle und Fülle, schließlich bedecken Ozeane und Meere über 70 Prozent der Erdoberfläche. Doch im Vergleich zu diesen riesigen Mengen an ungenießbarem Salzwasser ist der Anteil von nutzbarem Süßwasser mit nur 2,5 Prozent sehr gering. Hinzu kommt, dass der allergrößte Teil des Süßwassers in Gletschern, Eis oder als Bodenwasser mehr oder weniger unzugänglich gebunden ist.

Deshalb haben wir Menschen nur Zugriff auf etwa 0,3 Prozent der gesamten Süßwasservorräte auf Erden, etwa in Flüssen, Seen und Talsperren. Das entspricht etwa 213 Kubikkilometern Wasser. Dennoch reicht diese Menge theoretisch aus, um die Weltbevölkerung zu versorgen. Doch große Unterschiede bei den saisonalen und jährlichen Niederschlagsmengen führen dazu, dass viele Regionen regelmäßig unter Wasserknappheit leiden, während andere Gebiete wie z. B. Deutschland Wasser im Überfluss haben.

In den ohnehin benachteiligten Ländern verschärft sich der Mangel an Wasser sogar häufig noch. Gründe sind vor allem eine stark wachsende Bevölkerung, ein höherer Pro-Kopf-Verbrauch und vor allem die zunehmende Verschmutzung des verfügbaren Trinkwassers. Das führt dazu, dass Menschen in einigen Entwicklungsländern mit nur fünf Litern Wasser am Tag auskommen müssen. Zum Vergleich: In Europa liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf und Tag bei etwa 200 Litern. Berücksichtigt man zusätzlich noch das sogenannte virtuelle Wasser, das den Verbrauch für die Erzeugung bestimmter Güter und Lebensmittel berücksichtigt, fällt dieser Vergleich noch drastischer aus.

Danach werden allein für eine Tasse Kaffee 140 Liter Wasser benötigt, für die Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch sogar mehrere Tausend Liter. Zusätzliche Probleme bereitet der Klimawandel. Experten schätzen, dass Mitte dieses Jahrhunderts etwa zwei Milliarden Menschen in 48 Ländern unter Wasserknappheit leiden werden. Im ungünstigsten Fall könnten sogar bis zu sieben Milliarden Menschen betroffen sein.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de

 

Tag des Wassers

 

Weltwassertag

Der Weltwassertag wird jährlich am 22. März begangen. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Wie die Wasserdekade 2005 bis 2015 und das Weltwasserjahr 2003 wirbt der Weltwassertag vor allem für die Bedeutung des Wassers für die Menschheit, in der breiten Öffentlichkeit und der Politik. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, er wird seit 1993 jährlich aufgrund einer Resolution  der UN-Generalversammlung vom 22. Dezember 1992 ( A/RES/47/193) gefeiert.

  • Der Weltwassertag 2013 wird das Thema "Wasser und Zusammenarbeit" haben. Die UNESCO trägt die Hauptverantwortung für die Gestaltung des diesjährigen Welttags, der das identische Thema hat wie das Weltwasserjahr 2013.
  • Der Weltwassertag 2012 hatte das Thema Nahrungssicherheit und Wasser. Die Weltlandwirtschaftsorganisation FAO war für die Gestaltung des Welttags zuständig. Die Feierlichkeiten zum Weltwassertag konzentrierten sich auf Marseille, die Gastgeberstadt des Weltwasserforums. Die UNESCO stellte dort den vierten Weltwasserbericht vor.

 

  • Der Weltwassertag 2011 hatte das Thema "Wasser für urbane Räume" ("Water for Cities - Responding to the Urban Challenge"). Vor allem UN-Habitat stellte Erfahrungen vor, wie arme Bevölkerungsschichten effektiv mit Wasser versorgt werden können, welche Auswirkungen der Klimawandel hat und wie sanitäre Einrichtungen gestaltet sein müssen.
  • Der Weltwassertag 2010 hatte das Thema "Wasserqualität". Die menschliche Lebensqualität hängt ebenso wie Ökosysteme von der Qualität des Wassers ab. Krankheiten im Trinkwasser verursachen jährlich den Tod von mehr als 1,5 Millionen Kindern. Zwei Millionen Tonnen Abwasser laufen täglich ungefiltert in unsere Wasservorkommen. Die DUK kooperierte mit Soroptimist International zu deren Aktivitäten zum Weltwassertag 2010.
  • Der Weltwassertag 2009 stand unter dem Motto "Grenzübergreifende Wasservorkommen" ("Transboundary Water"). Die UNESCO und die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa UNECE waren gemeinsam für die Veranstaltungen zuständig, die vor allem im Rahmen des 5. Weltwasserforums in Istanbul statt fanden.
  • 2008 lautete das Thema des Weltwassertags "Sanitärversorgung und Abwasser", 2007 "Umgang mit Wasserknappheit und Dürre".  Auch im Jahr 2006 war die UNESCO federführend für den Weltwassertag, damals hieß das Thema "Wasser und Kultur" .
  • Frühere Themen des Weltwassertages:
    2005  Wasser für das Leben
    2004  Wasser und Naturkatastrophen
    2003  Wasser und Zukunft
    2002  Wasser und Entwicklung
    2001  Wasser und Gesundheit
    2000  Wasser für das 21. Jahrhundert
    1999  Wir alle leben stromabwärts
    1998  Grundwasser - die unsichtbare Ressource
    1997  Sauberes Wasser für alle
    1996  Wasserkreislauf - Lauf des Lebens
    1995  Wasser schützen - Leben schützen

 

Quelle: Website der UNESCO zum Wassertag

 Tag des Wassers - Weltwassertag